Olympische Spiele – ja oder nein? In Hamburg wird am 31. Mai 2026 darüber abgestimmt, ob sich Hamburg für die Austragung der Olympischen Spiele bewirbt. Das Besondere dabei: Hamburgerinnen und Hamburger können nicht nur im Wahllokal wählen, sondern auch per Brief. Hier erfahrt ihr alles Wichtige zu dieser außergewöhnlichen Wahl!
Kommen die Olympischen Spiele nach Hamburg?
Am 31. Mai 2026 entscheiden die Bürger Hamburgs darüber, ob sich die Stadt als Austragungsort für die Olympischen und Paralympischen Spiele bewirbt. Konkret geht es dabei um die Jahre 2036, 2040 und 2044.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September darüber abstimmen, welche Stadt der deutsche Olympia-Kandidat wird. Neben Hamburg könnten sich auch Berlin, München oder die Region Rhein-Ruhr bewerben. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird voraussichtlich im Jahr 2027 über die Vergabe entscheiden.
Damit Hamburg sich bewerben kann, muss das Referendum jedoch positiv ausfallen. Das bedeutet konkret: Es müssen mehr Menschen für die Bewerbung stimmen als dagegen. Damit das Ergebnis gültig ist, ist eine Wahlbeteiligung von mindestens ein Fünftel der Wahlberechtigten erforderlich.
Bei 1.313.043 Wahlberechtigten bedeutet das konkret: Es braucht mindestens 262.609 positive Stimmen, damit sich Hamburg für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben kann.
Referendum ist hauptsächlich eine Briefwahl
Um über die Olympia-Bewerbung abzustimmen, müsst ihr am 31. Mai 2026 mindestens 16 Jahre alt sein, die deutsche Staatsangehörigkeit haben und seit mindestens drei Monaten in Hamburg leben. Erfüllt ihr diese Voraussetzungen, dann solltet ihr bereits vor einigen Wochen eure Wahlbenachrichtigung erhalten haben.
Besonders interessant: Ihr habt dabei auch die Möglichkeit, per Brief abzustimmen. Das Referendum ist sogar primär eine Briefwahl. Ihr habt nicht nur eure Wahlbenachrichtigung, sondern auch gleich die Briefwahlunterlagen erhalten. Es ist also nicht nötig, diese zu beantragen.
Damit eure Unterlagen auch rechtzeitig ankommen, solltet ihr sie spätestens am 27. Mai in die Post geben. Solltet ihr das nicht schaffen, habt ihr aber immer noch die Möglichkeit, vor Ort in einem der 178 Abstimmungsstellen zu wählen.
Briefwahl: Weitaus mehr als nur Bundestags- und Landtagswahl
Das Beispiel der Olympia-Abstimmung zeigt, wie weit die Briefwahl inzwischen verbreitet ist. Sie kommt schon lange nicht mehr nur bei Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen zum Einsatz. Sie hat sich auch für lokale Abstimmungen oder Referenden bewährt.
Das war beispielsweise auch bei den Integrationsratswahlen 2025 in NRW der Fall. Personen mit Migrationsgeschichte konnten dabei über die Mitglieder des Integrationsrates abstimmen. Die Briefwahl ist auch für die Europawahl ein bewährtes Mittel.
Bei der Sozialwahl 2023 konnte sogar nur per Brief gewählt werden. Versicherte konnten darüber abstimmen, welche Mitglieder in das Sozialparlament ihrer Versicherung gewählt werden. Für die Abstimmung unter den Versicherten wurden keine Wahllokale eingerichtet. Wie ihr seht, ist die Briefwahl in vielen verschiedenen Situationen eine gute Lösung.
Das liegt vor allem daran, dass sie viel Flexibilität bietet und für viele Menschen einfach praktisch ist. Der Weg in das Wahllokal fällt dadurch weg und Wählerinnen und Wähler haben die Möglichkeit, sich in Ruhe mit den Wahlunterlagen zu beschäftigen.

